Sozialamt der Stadt Bad Honnef und Bündnis für Familie koordinieren in Bad Honnef Hilfsangebote für Risikogruppen

Im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Krise bietet das Sozialamt der Stadt Bad Honnef in Kooperation mit dem Bündnis für Familie an, in den kommenden Wochen und Monaten hilfesuchende und hilfebietende Menschen zusammenzubringen. Für Risikogruppen (besonders Menschen im Rentenalter oder mit Vorerkrankungen) empfehlen alle führenden Virologen, in den nächsten Monaten generell auf den Aufenthalt in größeren Menschenansammlungen, z.B. auch in Einkaufsläden, zu verzichten. Dies führt natürlich zu erheblichen Einschränkungen, und es ist Unterstützung nötig.
 
Wir haben in einer Kleinstadt wie Bad Honnef das große Glück, dass Menschen sich oft noch persönlich kennen und in der Regel viele in ihrer Nachbarschaft gut eingebunden sind. Aber natürlich gibt es immer wieder Fälle, in denen niemand unterstützen kann. Hier möchten das Sozialamt der Stadt und das Bündnis für Familie gemeinsam gerne einen Beitrag leisten, so dass sich alle Bad Honnefer sicher fühlen. Je mehr Familien vorübergehend in Quarantäne bleiben müssen, desto größer wird die Sorge, wer z.B. einkaufen gehen kann. Als Bündnis für Familie möchten wir, dass jeder weiß: Es kümmert sich einer - ich bin nicht alleine.
 
Wer also seine Hilfe bei der nachbarschaftlichen Betreuung anbieten möchte oder selber Hilfe benötigt, kann sich an das Sozialamt de Stadt Bad Honnef wenden.
 
Da nicht alle älteren Menschen unbedingt die Möglichkeit haben, sich über E-Mail zu melden, bittet das Bündnis für Familie, dass sich jeder in seinem Umfeld umschaut, wer wohl in den kommenden Wochen und Monaten hier und da Unterstützung brauchen kann und sich stellvertretend für die betroffenen Personen zu melden.
 

Spendenaufruf – Bad Honnefer Arztpraxen unterstützen!

Das neue Corona-Virus stellt die gesamte Gesellschaft vor große Herausforderungen. In den kommenden Wochen werden wir alle mehr denn je auf ein gut funktionierendes Gesundheitssystem angewiesen sein, also ÄrztInnen und MitarbeiterInnen in Arztpraxen, die ihre Arbeit so gut wie möglich tun können. Dies wird allerdings zunehmend durch knapper werdende Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln erschwert bzw. im schlimmsten Fall sogar unmöglich gemacht. Der Mangel an Mundschutz und Masken und die Lieferengpässe bei Desinfektionsmitteln können sogar dazu führen, dass Arztpraxen schließen müssen, wenn ÄrztInnen sich selbst und ihr Personal nicht mehr ausreichend schützen können.
 
Eine Abfrage des Bündnisses für Familie hat ergeben, dass einige Praxen bereits kein Hand-Desinfektionsmittel mehr haben, anderen fehlt es an Flächendesinfektion, und die meisten benötigen FFP2/3-Masken. Wir haben tatsächlich noch einige Materialien auftreiben können, aber die Lieferung ist überall schwierig. Teilweise haben wir sogar zu deutlich überhöhten Preisen kaufen müssen, was aber immer noch besser ist, als in Kauf zu nehmen, dass Arztpraxen schließen müssen.
Bitte helfen Sie uns, das Versorgungsangebot durch Arztpraxen in Bad Honnef für uns alle so weit wie möglich aufrecht zu erhalten!

 

Sie möchten uns dabei unterstützen?
Spenden Sie gerne auf folgendes Konto:

Förderverein Hauptsache Familie e.V.
Kreissparkasse Köln
IBAN: DE15370502990120040456
BIC:  COKSDE33XXX

Oder kommen Sie sogar an Material?
Masken? Mundschutz? Desinfektionsmittel?
Melden Sie sich gerne!
Für weitere Informationen melden Sie sich gerne unter:
E-Mail: Info@familie-bad-honnef.de

 

 

Pressemitteilung 08.06.2020

„Mer stonn zesamme in Bad Honnef!“

Zehn Wochen, in denen Bad Honnef gezeigt hat: Zusammenhalten können wir! Zehn Wochen, in denen auch das Bündnis für Familie gemeinsam mit der Stadt unterschiedliche Hilfsprojekte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auf die Beine gestellt hat. Dabei haben uns neben zahlreichen Privatpersonen auch Vereine und Parteien tatkräftig unterstützt.

„Auch wenn die Pandemie natürlich noch nicht vorbei ist, ist es langsam an der Zeit, ein Riesendankeschön zu sagen. Die Hilfsbereitschaft in den letzten Wochen ist für uns wirklich kaum in Worte zu fassen“, schwärmen Laura Solzbacher, Guido Mädje und Katja Kramer-Dißmann vom Bündnis für Familie in Bad Honnef.

Insbesondere in enger Zusammenarbeit mit dem Team für Soziales und Asyl der Stadt organisiert das Bündnis Hilfsangebote und Schutzausrüstung.

Der SPD Ortsverein Bad Honnef, die Wählergemeinschaft Die Grünen e.V und der Bürgerblock Bad Honnef e.V. haben ebenso großzügig mit Spenden unterstützt wie auch das Aalkönig-Komitee, das direkt zu Beginn mit einer großen Spende geholfen hat, die Hilfsaktionen überhaupt ins Rollen zu bringen. Der Ortsverein der CDU hat sämtliche Mitglieder angeschrieben und den Spendenaufruf geteilt, ebenso hat der Ortsverband der FDP mit Rat und Tat unterstützt.

Aber auch einzelne Firmen, Geschäfte und unzählige Privatleute haben nicht gezögert, mit Überweisungen oder tollen Projekten die Arbeit des Bündnisses zu bewerben und zu fördern. So hat beispielsweise der Zeitschriftenhandel Welters in Aegidienberg durch den Verkauf von Behelfsmasken über 600 € für die Projekte des Bündnisses eingenommen.

Roman Paul, der Inhaber von Welters, dazu: „Wir haben die Projekte bei Facebook verfolgt und als der Aufruf an die Näherinnen ging, war uns sofort klar: Da müssen wir unbedingt dabei sein. Von den Einnahmen jeder Behelfsmaske gehen nach wie vor 2 € an das Bündnis für Familie.“

„Den ehrenamtlichen Näherinnen gebührt ebenfalls ein ganz besonderes Dankeschön“, erklärt Laura Solzbacher, deren Telefon nach dem Aufruf in der Presse nicht mehr still stand: „Sowohl Leute, die Stoffspenden angeboten haben, als auch zahlreiche ehrenamtliche Näherinnen haben sich gemeldet. Wir sind kaum hinterher gekommen Materialpakete zu packen und die NäherInnen zu koordinieren.“ Einige nähen nach wie vor Behelfsmasken, die über Apotheken und Arztpraxen zu kaufen sind und deren Erlös in Projekte für benachteiligte Kinder fließt.

Auch mit Materialspenden wurde die Suche nach Schutzausrüstung unterstützt: Der Autohof in Bad Honnef/Linz hat insgesamt 200 Liter Hand-Desinfektion gespendet. Der chinesische Geschäftspartner einer Honnefer Unternehmerin hat 10.000 FFP1- Masken zur Verfügung gestellt, das Bestattungsunternehmen Müller 100 KN95-Masken und die Firma Motul knapp 300 genähte Masken. Die Grenzkontrollstelle des Veterinäramtes in Köln hat mit genähten Masken ebenfalls 300 € für das Bündnis eingenommen.

Direkt zu Beginn konnte das Bündnis sowohl vom Haus Rheinfrieden als auch vom Physikzentrum größere Mengen Desinfektionsmittel und Handschuhe erwerben. Zu einer Zeit, als nirgendwo etwas verfügbar war, hat das sehr geholfen, den akuten Bedarf zu decken.

Auch Nadine Batzella, Leiterin des Amtes für Soziales und Asyl, lobt die Zusammenarbeit mit dem Bündnis und betont einmal mehr: „Die Hilfsbereitschaft in Bad Honnef war und ist absoluter Wahnsinn. Wir haben jede Menge ehrenamtliche HelferInnen und es hat sich wieder einmal gezeigt: Wenn man zusammenhält, lässt sich Einiges bewegen. Wir sind ein gutes Team und werden auch in Zukunft Projekte Hand in Hand realisieren.“