In Bad Honnef gründet sich ein Bündnis für Familien. Die Vorbereitungen dazu sind schon weit fortgeschritten. Jetzt stellt das Organisationsteam erstmals Logo und Namen für das Bad Honnefer Bündnis vor.

‚Hauptsache Familie – Bündnis für Bad Honnef’ heißt das Netzwerk, das sich vorgenommen hat, Bad Honnef noch familienfreundlicher zu machen. In Form und Namen lehnt es sich an die bundesweite Initiative „Lokale Bündnisse für Familien“ an, die von der Bundesregierung unterstützt wird.

Die Gründungsveranstaltung wird am 24. Oktober 2009 im Bad Honnefer Rathaus stattfinden. Dort will sich das Bündnis der Öffentlichkeit vorstellen und weitere Partner gewinnen. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nachhaltig gute Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, für Bildung, Wohnen und Freizeit in Bad Honnef zu schaffen. Gemeinsam mit Menschen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern sollen kreative Lösungen für mehr Familienfreundlichkeit und generationenübergreifende Zusammenarbeit gefunden werden.

Es hat sich gezeigt, dass das möglich ist. Bereits 550 solcher Bündnisse gibt es in Deutschland. Sie erhalten beratende Unterstützung von der Regierung und profitieren durch den Austausch miteinander. Den Startschuss in Bad Honnef gab vor den Sommerferien eine Informationsveranstaltung im Rathaus, zu der über 30 Vertreter von verschiedenen Einrichtungen erschienen waren. Danach formierten sich erste Arbeitsgruppen. Ein engagierter Kreis von Freiwilligen hat jetzt parallel dazu die Vorbereitung einer offiziellen Gründungsveranstaltung übernommen. Bis dahin möchte das Bündnis weitere Partner und Freiwillige finden, die an der Umsetzung der Ideen mitwirken.
Wer mithelfen möchte, kann sich an das Organisationsteam wenden. Email: info@familie-bad-honnef.de

 

 

 

Lokale Bündnisse

Jedes Lokale Bündnis ist ein konkretes „Ja“ auf die Frage, ob Deutschland familienfreundlich ist.
In partnerschaftlichen Zusammenschlüssen verbünden sich zwischen Kiel und München Unternehmen, Verbände, Kammern, Stiftungen, Freie Träger, Kirchengemeinden und Bürgerinitiativen, um gemeinsam die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Wer macht mit?
Mehr als 13.000 Akteure, darunter fast 5.000 Unternehmen, engagieren sich in rund 5.200 Projekten. Viele Industrie- und Handelskammern in Deutschland, mehr als 100 Arbeitsagenturen der BA, viele Gewerkschaften, Verbände und Vereine bringen sich ein in bisher ca. 600 Bündnisse. Rund 200 weitere Bündnisgründungen werden derzeit vorbereitet. Die Initiative wird vom Bundesfamilienministerium und dem Europäischen Sozialfond unterstützt.

Unsere Ziele

Familien sind von zentraler Bedeutung für die Zukunft unserer Stadt. „Familie“ heute ist bunt und vielfältig und umfasst mehrere Generationen. Damit sich mehr Menschen für Familie und Kinder entscheiden, bedarf es vieler Schritte: vor allem einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie! Wir wollen eine breite Plattform bieten, die allen Interessierten offen steht. Wir wollen transparent machen, welche Angebote und Lösungen bereits existieren, neue, geeignete Konzepte entwickeln, fördern und zeitnah umsetzen.

Gemeinsame Aktivitäten unterschiedlicher Partner eröffnen Chancen für neue, kreative Ideen – aus der Vielfalt und Kraft bürgerlichen Handelns heraus.

Helfen Sie mit, Bad Honnef noch familienfreundlicher zu gestalten!

 

 

 

Chronik

Gründungsveranstaltung

Im Sommer 2009 lud die Vizebürgermeisterin und langjährige SPD-Vorsitzende von Bad Honnef, Annette Stegger, Honnefer Schulen, Vereine und Organisationen zu einer Konzeptionsveranstaltung für ein lokales Bündnis für Familie in Bad Honnef ein. Diese wurde vom zentralen Medienbüro der lokalen Familienbündnisse in Deutschland moderiert und begleitet. Aus den Vorschlägen, die von allen Seiten für mehr Familienfreundlichkeit in Bad Honnef gemacht wurden, entwickelte eine Arbeitsgruppe ein Konzept mit vier Schwerpunkten:  „Familienfreundliches Umfeld“, „Bildungsnetzwerk“, „Beruf und Familie“ und „Generationenübergreifende Zusammenarbeit“.

Parallel dazu gründete sich ein gemeinnütziger Förderverein, dessen Aufgabe es sein sollte, Projekte zu koordinieren, mit zu entwickeln und zu begleiten, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und Spenden einzuwerben. Dieser Verein hat jahrelang und dem Vorsitz von Dr. Beate Schaaf zahlreiche Projekte realisiert und gesellschaftspolitische Themen voran getrieben.

Im Lauf der Zeit hat sich die Arbeit so entwickelt, dass Projekte vom ehrenamtlichen Förderverein mit wechselnden Kooperationspartnern durchgeführt werden. Das Bad Honnefer „Lokale Bündnis für Familie“ hat im Bundesvergleich der lokalen Bündnisse damit die Besonderheit, dass die gesamte konzeptionelle und inhaltliche Arbeit ehrenamtlich geleistet wird. Es gibt im Gegensatz zu den meisten lokalen Bündnissen dafür keinen bei der Kommune oder einer Organisation angestellten Koordinator.

Schwerpunkte der langjährigen Arbeit

Teilhabe sozial benachteiligter Kinder

Unser erstes Projekt im Gründungsjahr war die Organisation der Weihnachtswunschbaumaktion, durch die bis 2015 etwa 800 Geschenke an bedürftige Kinder vermittelt wurden. Der Weihnachtswunschbaum ist eine Gemeinschaftsaktion mit dem Fachdienst Soziales Bad Honnef und dem Jobcenter. Von dort werden alle Kinder bis 14 Jahre aus Familien im Sozialleistungsbezug angeschrieben und dürfen sich ein Geschenk bis 25 Euro wünschen. Das Wunschkärtchen wird anonymisiert an vier festlich geschmückte Weihnachtsbäume im Stadtgebiet gehängt, Honnefer Bürger besorgen die Geschenke, und die Mitarbeiter der Stadt und des Jobcenters verteilen sie vor Heiligabend an die Familien.

Mit der Podiumsdiskussion zu Kinderarmut in Bad Honnef 2010 wurde das Thema in dieser als besonders wohlhabend geltende Stadt zum ersten Mal öffentlich diskutiert. Wir entwickelten daraus unser Projekt „Dabei sein“, durch das bis 2015 etwa 120 Kindern unbürokratisch und ergänzend zum Bildungs- und Teilhabegesetz die Teilnahme an Sport-, Kultur- und Freizeitaktivitäten ermöglicht werden konnte.

Der 2014 gestartete Aufruf „Spenden statt Geschenke“ hilft uns bei der Umsetzung auch anderer Projekte für sozial benachteiligte Kinder. So konnten wir zum Beispiel im letzten Jahr mit der Caritas und dem Familienzentrum des Kath. Kirchengemeindeverbandes für ein Jahr eine vorschulische Sprachförderung für Kinder aus Migranten- und Flüchtlingsfamilien organisieren und finanzieren.

Kinderschutz

Für unser Engagement im Kinderschutz  stehen  die Etablierung der Notinselaktion, der Informationsflyer „Kinderschutz geht alle an“ als Antwort auf die breite öffentliche Diskussion zu dem tragischen Tod der kleinen Anna in einer Bad Honnefer Pflegefamilie und eine Podiumsdiskussion zum Kinderschutz in Bad Honnef im Jahr 2012.

2014 organisierten wir im Siebengebirgsgymnasium eine Veranstaltung zum Thema Gewaltprävention durch mehr Zivilcourage bei Gewalt im öffentlichen Raum (die ja häufig Jugendliche betrifft) und entwickelten zum Nachlesen einen Flyer mit den wichtigsten Handlungsanweisungen dazu.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

2011 starteten wir eine Umfrage in Bad Honnefer Betrieben zu familienfreundlichen Arbeitsbedingungen und zeichneten die Gewinner mit einer Urkunde aus.

Unsere Umfrage zum Betreuungsbedarf von Familien in Bad Honnef (2012) bei Familien von 2000 Kindern zwischen 1-10 Jahren hatte eine hohe Resonanz mit einem Rücklauf von 54% der Fragebögen. So konnte für die anstehende Umsetzung des neuen Rechtsanspruchs auf Kinderbetreuung ab 1 Jahr punktgenau der tatsächliche Bedarf in Bad Honnef ermittelt werden, der erheblich über der  damaligen Schätzung der Landesregierung lag. (Ergebnisse)

Im Februar 2013 wurde das Bad Honnefer Bündnis für Familie vom Berliner Medienbüro der Lokalen Bündnisse für Familien in Deutschland im Auftrag des Familienministeriums für seine Aktivitäten als „Bündnis des Monats“ ausgezeichnet.

Seit 2014 haben die Ehrenamtlichen des Vorstandes jedes Jahr eine einwöchige Ferienfreizeit organisiert und konnten damit in Bad Honnef die letzte Lücke in der Sommerferienbetreuung schließen:  Kinder lernen Bad Honnefer Betriebe kennen.

Generationenprojekt

2011 riefen wir in Zusammenarbeit mit der Freiwilligenagentur das Projekt Patengroßeltern ins Leben, das Familien mit Kindern bzw. Senioren, die keine Enkel hier am Ort haben, miteinander in Kontakt bringt.

2012/2013 konnte  im Reitersdorfer Park eine generationenübergreifende Spiel- und Freizeitfläche angelegt werden, die vollständig aus Spenden von Honnefer Institutionen und Organisationen und auch durch den Verkauf eines von uns konzipierten und herausgegebenen Memory-Spiels  „Bad Honnefer Bilderbogen“ finanziert wurde. 2014-2016 konnte ebenfalls aus Spendenmitteln über zwei Jahre die Anstellung einer Koordinatorin für generationenübergreifende Projekte finanziert werden, deren Arbeit von einer Lenkungsgruppe aus Mitgliedern des Fördervereins, der kath. und ev. Kirchengemeinden und der AWO begleitet wurde. In dieser Zeit wurden zahlreiche Projekte initiert:

Von Nachbarschaftsaktionen über Vorträge zu Erziehungsfragen bis zur Zeittauschbörse, die 2015 sehr erfolgreich startete.

 

Seit 2010 übernimmt der Förderverein im Auftrag der Stadt Bad Honnef auch die Ausrichtung eines Familienfrühstücks für Ehrenamtler. Jedes Jahr werden dazu im Advent unterschiedliche Vereine und Organisationen eingeladen, außerdem die jeweils  neuen Inhaber der Ehrenamtskarte NRW.

Einen tabellarischen Überblick über die Anfänge unsere Arbeit  gibt auch unser Flyer zum kleinen Jubiläumsfest „ 5 Jahre Bündnis für Familie Bad Honnef“ im Mai 2014.

Im März 2019 hat ein Großteil des Vorstandes gewechselt und ist in die sehr großen Fußstapfen getreten um die laufenden Projekte fortzuführen und neue ins Leben zu rufen.

Aktuelle Informationen finden Sie unter „Unsere Projekte“.